Lia Wöhr:
(Stand: 02.12.2004)

Geboren 26.7.1911 (Frankfurt)
Gestorben 15.11.1994 (Oberursel)
Bemerkungen - Lia (eigentlich Elisabeth)
- im Frankfurter Gallusviertel aufgewachsen
- sah als Kind die Oper Salomé, wollte seitdem Tänzerin werden
- Besuch des Lyzeums
- war 5 Jahre lang Tänzerin (bis 1924), wuchs zu stark "Für eine Tänzerin etwas zu kräftig"
- 1927 Besuch Schauspielschule
- 1929 Abschluß
- engagiert am Stadttheater Halberstadt bis 1933
- spielte dort Revuen, übernahm Sprech- und leichte und schwere Gesangsrollen trotz Problemen mit dem Hochdeutschen
- Soubrette und Souffleuse in der Frankfurter Oper
- kündigte, weil einer jüdischen Kollegin gekündigt worden war
- spielte seit 1935 in Frankfurt A/M für 1500 Mark Jahresgehalt Chargen und Salondamen
- erstes Theaterstück: "Wallenstein"
- 1937 erste Opernregie
- 1945 bei Radio Frankfurt
- 1947 als "Hessemädche" im Hörfunk (Sketche, Tanz und Gesang)
- 1949 bis 1956 als Mamma in den Hesselbach-Hörspielen
- Auftritte im Varieté, sogar mit Löwe im Käfig, beide erschraken voreinander
- in Italien ca. 10 Jahre als "Elisabetta Wöhr" Opernregisseurin, z. B. Fidelio (als Ersatz für Otto Klemperer, der überraschend abgereist war, innerhalb von 5 Tagen inszeniert), Entwurf des Bühnenbilds des letzten Aktes
- Wagner und Verdi in Rom, Madrid und London, Opern in Portugal, Südamerika und Mexiko
- (erste weibliche) Produzentin im Deutschen Fernsehen, u. a. "Johannespassion" von Bach, "Feuervogel" von Strawinsky
- seit 1955 als Putzfrau (!) Frau Hippenstiel im Hörfunk "Frankfurter Wecker" und "Auf ein frohes Wochenende"
(u. a. mit Wolf Schmidt, Peter Frankenfeld, Hans-Joachim Kulenkampff)
- Regisseurin, "Blauer Bock" 1957 (Internationale Funk- und Fernsehausstellung in Frankfurt) - 1987, "Montagsmaler", "Eine Welt nach Noten"
- Produzentin "Blauer Bock" seit 1966
- Rolle im Schmidt'schen Film "Der ideale Untermieter" (1957)
- im Hörfunk hessische Problemberaterin "Ihne Ihr Fraa Löhlein"
- 1976 pensioniert, danach nur noch Schauspielerin, z. B. Frankfurter Volkstheater (z. B. "Sturm im Wasserglas" von Bruno Franck) und "Theater unterwegs" (Dieter Henkel)
- wohnte zuletzt in Oberursel-Weißkirchen, Auf der Bleiche
- sprach fünf Sprachen
- Ehrenbürgerin der Stadt Oberursel (Taunus), "Lia-Wöhr-Weg", der direkt auf ihr Küchenfenster zuführte
- 1982 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
- 1984 Friedrich-Stoltze-Preis
- 1992 Hessischer Verdienstorden
- in Hamburg gibt es einen S-Bahn-Bahnhof, der nichts mit ihr zu tun hat "Alte Wöhr"
- sozial engagiert, behinderte und gesunde Kinder des integrativen Kindergartens in Oberursel, das Delp-Haus für geistig und körperlich Behinderte, Senioren in Altenclubs
- Pudel-Sitz-Dackel-Mischung Toni
Familie
Schwester - Ella 
Bruder - Karl (welch Zufall, ei Kall!)
Vater - von Beruf Bäckermeister
Mutter - theaterbegeistert
Figur im ersten Hörspiel: Anneliese
ab dem zweiten Hörspiel: Mamma Hesselbach
im ersten bis dritten Kinofilm: Frau Bickelberg
in den Fernsehfilmen: die Putzfrau Frau Siebenhals
Familie der Figur durch Karl Maria David Christoph,
14. Graf Rudewald von und zu Hesselbach mit den Hesselbachs verwandt
s. Familie Babba Hesselbach
spielt mit
in Folgen
1-4,6-51

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